1000 Kurventour ca. 290 km
Von Tröpolach fährt man über den Nassfeldpass nach Pontebba in Italien. Mit seinen gut ausgebauten, langgezogenen Kehren auf der österreichischen Seite und seinen schmalen, flott aufeinander folgenden Kurven auf der italienischen Seite hat dieser Pass eine bikermäßige Streckenführung die man anderswo kaum findet.
Achtung! vom Pass hinunter fährt man durch einen unbeleuchteten Tunnel mit einer 180° Kurve.
Von Pontebba aus fährt man die Schnellstraße entlang bis Carnia , dann zweigt man rechts Richtung Tolmezzo ab. Kurz vor Tolmezzo biegt man rechts die Abfahrt nach Cavazzo Carnico ab. Hier fährt man bei der ersten Kreuzung wieder nach rechts und kommt ein paar Kilometer später nach Verzegnis . Von hier aus ist die Auffahrt zum Sella Chianzutan traumhaft. Im Sommer wird auf dieser Strecke ein Bergrennen (Motorrad und Auto) veranstaltet. Nach der Ortschaft San Francesco fährt man über eine schöne, kurvenreiche Höhenstraße das Tal entlang bis nach Anduins . Dort angekommen, sieht man schon, wie das Land zum Meer hin flacher wird. An der Flora merkt man auch schon das mediterrane Klima Friauls. Weiter geht es über eine teilweise enge, kurvenreiche und auch stellenweise verbesserungswürdige Straße über Vito d'Asio , Clauzetto , Pradis di Sotto , Gerchia und Campone bis zum Lago di Redona ( der Wasserstand dieses künstlichen Stausees kann je nach Niederschlag von voll bis komplett leer sein).
Am Lago di Redona angekommen geht es rechts weg nach Tramonti und weiter zum Passo Rest . Für den Hausherren ist er einer der liebsten Pässe mit seinen schier endlosen und engen Serpentinen. Es ist zwar eine schmale Straße, hat dafür aber Bus- und LKW-Fahrverbot. Der Asphalt hinauf ist Spitzenklasse. Die Abfahrt führt über den Forcola di Priuso und endet in der Ortschaft Priuso . An der Kreuzung zur Hauptstraße biegt man links nach Ampezzo ab.
Kurz vor Ortsende Ampezzo geht es nach rechts durch die imposante Lumieischlucht zum Lago di Sauris . Sauris hat eine deutschsprechende Bevölkerung (Sprachinsel), die "urige" Sprache wird teilweise heute noch gesprochen.
Über die Staumauer fährt man dann hinauf zum Passo del Pura . Bei der Abfahrt heißt es aufpassen. Es liegen fast immer einige Steine auf der Straße. Man kommt wieder nach Ampezzo und von dort aus geht es weiter nach Villa Santina und dann Richtung Comeglians .
Dort angekommen über den Sella Valcada nach Sutrio . Dieser kleine Übergang stellt keine besonderen Ansprüche an die Biker. Weiter geht die Fahrt nach Paluzza und Timau und anschließend über den Plöckenpass nach Kärnten und Tröpolach . Mit ihren vielen Serpentinen und beeindruckenden Lawinengalerien ist diese Passstraße ein krönender Abschluss einer jeden Tagestour.
Auch in Timau auf der italienischen Seite des Plöckenpasses wird ein deutschstämmiger Dialekt gesprochen. Im Mittelalter wurden Leute aus Kärnten, Tirol und dem Berchtesgadener Land im Ort angesiedelt. Manchmal kann man in einem Cafehaus bei genauem hinhören den urwüchsigen Dialekt hören.
In Italien ist ein Reisepass oder Personalausweis erforderlich. Für Motorräder ohne die EU-Kennzeichen wird empfohlen das Nationalitätenpickerl (A, D) anzubringen.
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